Herzgeschichten

Donnerstag, 2. November 2006

Über die Kunst der Freundschaft III

hm, nun hab ich lang nicht mehr geschrieben.. und ich sehe schon- das wird schwer... es liegt mir sehr am herzen... aber niederschreiben soll helfen- nicht wahr?

keinen monat nach dem ich in die große stadt gezogen bin lerne ich im netz einen jungen mann kennen und mehr durch dummes gerede als alles andere trifft man sich noch am gleichen abend.

er bestellt mich zu irgend einen heurigen in seiner gegend und ich stehe davor und warte. plötzlich kommt er rausgelaufen und... umarmt mich- so herzlich, so ehrlich... wann bekommt man schon sowas von nem fremden. ich glaube er hatte mich schon in diesem moment.

am anfang trafen wir uns noch selten.. maximal 1 mal in der woche.... dazwischen kein kontakt. doch bald wurde es mehr.. wir trafen uns immer öfter... was soll ich sagen... nein, es ist keine liebesgeschichte...oder doch? nein, ist es nicht.. oder?... lassen wir das...

auf jeden fall entstand eine bindung... es ging alles so schnell... es ist schwer zu beschreiben... er hat das was ich nicht habe und ich was er nicht hat...eigenschaften mein ich, erfahrungen mein ich... ich bin die sicherheit, die vernunft... er die freiheit, das spontane...
wenn wir uns sahen machten wir offen wenig... wir tranken wein zusammen, redeten oft kaum, lösten kreuzworträtsel... wir waren einfach zusammen... kneiften uns gegenseitig in die seite, drückten die hände kurz... gepaart mit einem blick der sagte... danke, dass du da bist, dass du in mein leben getreten bist... worte waren einfach nicht nötig... wir wussten durch diese blicke, durch diese berührungen einfach was der andere meinte... und das ist bis heute so...

wie man sogar noch lesen konnte bin ich arbeitslos... leider noch immer... und ich habe nun ein jobangebot in meiner alten stadt... und das wird höchstwahrscheinlich was... und es ist ein job der mich echt weiter bringt... ich weiß einfach.. das ist was für die zukunft...

aber ich kann mich nicht freuen.... denn dieser unbedinger trennungsschmerz macht sich breit... und seit ich ihm das gesagt habe kleben wir aufeinander.... tränen und glasige augen stehen an der tagesordnung... gefühlsgeständnisse am laufenden band....wir sitzen in seiner stammkneipe und jeder dort weiß, dass ich gehe..jeder sieht uns an wie es uns geht.. wie wir kämpfen, leiden, trauern... jämmerlich zu grunde gehen... es wurden dinge gesprochen die nicht von der hand zu weisen sind.... dinge die auf eine eigene art und weise binden... mir war noch nie ein mensch so schnell so derart wichtig... und diesen trennungsschmerz hatte ich auch noch nie... nicht so stark...

ich heul nur noch rum, weiß nicht wohin mit mir.. ich brauche geld, ich muss arbeiten... es wird knapp... derjob ist meine einzige chance... doch ich kann mich über diese chance nicht freun weil diese unglaubliche wolke über mir ist... über uns ist... denn er leidet nicht weniger... ich höre es an seiner stimme... in der art der blicke die er mir schenkt... und ein lied begleitet dieses trauerspiel...


Well, you're my friend, and can you see?
Many times, we've been out drinking;
Many times we shared our thoughts.
But did you ever, ever notice, the kind of thoughts I got?
Well, you know I have a love; a love for everyone I know.
And you know I have a drive, to live I won't let go.
But can you see its opposition, comes rising up sometimes?
That its dreadful imposition, comes blacking in my mind?

And then I see a darkness,
And then I see a darkness,
And then I see a darkness,
And then I see a darkness.
Did you know how much I love you?
Its a hope that somehow you,
Can save me from this darkness.

Well, I hope that someday buddy
We have peace in our lives;
Together or apart,
Alone or with our wives,
And we can stop our whoring,
And pull the smiles inside,
And light it up forever,
And never go to sleep.
My best unbeaten brother,
This isn't all I see.

Oh no, I see a darkness.
Oh no, I see a darkness.
(Oh) no, I see a darkness.
Oh no, I see a darkness.
Did you know how much I love you?
Its a hope that somehow you,
Can save me from this darkness.



und er ist es.. der der mich vor diesem dunklen loch rettet... der mir beisteht...

wir sind kein liebespaar, wir haben keinen sex, haben und keine liebe gestanden...

ist es platonische liebe? ja... ist es mehr als das? ich weiß es nicht.... dieses thema spricht keiner an... obwohl diese frage unweigerlich in der luft hängt... ich weiß es nicht.. ich hab es mich schon oft gefragt...

und eigentlich ist es mir egal.... ich will ihn einfach nicht verlieren... als menschen in meinem leben, an meiner seite... ich versinke in einem meer aus tränen... am liebsten würd ich ihn einpacken und mitnehmen....

wir tragen uns gegenseitig... und wohin mit mir ohne diesen halt... und wohin mit der angst um ihn ohne meinen halt...

Dienstag, 22. August 2006

Über die kunst der freundschaft II

die tasche ist schnell gepackt. man vergisst ja sowieso irgendwas- also wieso groß gedanken machen. schlüssel nicht vergessen- nicht, dass es so schlimm wäre wenn- weiter als bis zum auto kommt man eh nicht. ein flüchtiger blick aus dem fenster bevor man 15 sekunden später das haus verlässt. klasse- das wetter ist herrlich. 15 sekunden vorfreude von der küche bis zur haustüre gleich die sonne auf der haut zu spüren.
kurz die augen geschlossen, die wärme auf den lidern spüren, sonne riechen.

noch schnell die weise gewählten cds in den wechsler, tasche auf den nebensitz- zack, türe zu. schlüssel reingesteckt, angeschnallt. alles für die fahrt auf den richtigen platz gebracht- zigaretten, feuerzeug, telefon, trinken.

20 sekunden später an der kreuzung, die musik hat einem schon jetzt in seinen bann, ein lächeln auf den lippen, dir finger tappen auf dem lenkrad- es wird zeit eine zu rauchen.

der weg ist klar- das ziel sowieso. jede kurve sitzt, die pausen an der kreuzung nutzt man um den mitwartenden zuzulächeln, fenster runter, willkommen umwelt, die warme luft strömt herein, man fühlt sich verbunden.

die landschaft zieht an einem vorbei, die musik passt wunderbar... musikvideostimmung macht sich breit- zeit mitzusingen ist immer.

nicht mehr weit, die freude auf den tag steigt ins unermessliche.

abgebogen, eingeparkt, motor aus.
alles wird in die tasche gepackt, schlüssel raus, schwungvoll ausgestiegen- klack- piep piep. schlüssel in die tasche. telefon raus.

"hoi bob, mach mir auf"
kurzes warten an der tür, schwungvolles öffnen, ein lächeln, eine umarmung, ein breites grinsen- wieso?- wieso nicht? gehört dazu.

alles ist klar, keine peinlichleit, jeder weiß was zu tun ist. es wird geplaudert, geraucht, stress? nicht hier.

nach einem kaffee ist es klar, ein paar telefonate, es wird gepackt.
dann wieder ins auto. eingesammt wird wer eingesammelt werden will. jeder bringt ein stück mehr gute laune mit, die musik macht alles mit, undenkbar ohne.

man wünscht sich ernsthaft die fahrt hätte länger gedauert, man weiß nicht mal wo man lang gefahren ist, plötzlich ist man da.

ausgestiegen, hingegangen, ausgezogen, decke raus, ein schluck wasser. ein tiefer atemzug.

die musik hat man nicht vergessen, es wird gelacht, gemacht, gebadet, geredet und nebenbei die welt geändert.
natürlich nur die eigene, die einzige die momentan von belang ist.

glück? kein ausdruck... nur dieses pochen in der brust, dieser druck im hals, das doofe grinsen im gesicht kann ausdrücken was sich hier abspielt.

freundschaft in seiner schönsten form.

und wenn dann am abend ein liebesgeständis kommt ist alles klar...
diese oase lebt, und wächst.. genährt durch persönlichkeiten die tiefer und vielseitiger nicht sein könnten.

Samstag, 19. August 2006

Über die Kunst der Freundschaft

ich bin einsam.

irgendwie.

das fällt mir grad irgendwie auf. ich komme von der arbeit nachhause, zieh mich um, mach den pc an, ein blick aufs telefon- keine anrufe. ich war grad 11 stunden in der arbeit und keiner ruft mich an... ich geh die telefonnummern durch... und finde keinen den ich anrufen möchte... bzw halte ich mich zurück nicht schon wieder ihn anzurufen... nein... nicht so einer... nur ein freund... aber ein ewiger retter in einsamen stunden.

ich hab jetzt seit einer woche einen fernseher, ich dachte das rettet mich hin und wieder über einsame stunden hinweg. tuts aber nicht wirklich... ich empfinde die zeit davor als verloren.

ich erinnere mich noch daran... an damals... wo noch vieles anders war.
man ging mind. zu 4. fort, machte pläne für die woche, hatte vieles vor, grundsätzlich viel zu tun und sowieso und überhaupt keine zeit um sich gedanken darüber zu machen. und dann kam die zeitwo ich es leid war, leid von leuten umgeben zu sein die immer gute laune hatten, von denen man zwar nicht wüsste wer sie waren, aber man wusste wie sie betrunken waren, wie sie sich an das andere geschlecht ranmachten und wem sie schon alles die zunge in den rachen geshoben hatten.

ich fing an anrufe weniger zu beantworten, zu erzählen ich habe keine zeit- ich hatte einfach die lust an all dem verloren, ich wollte kennen und gekannt werden.
wenige blieben über... die goldstücke sozusagen, vom sand und schlamm reingewaschen. menschen die ich nicht missen möchte, für die ich alles geben würde und gott- ich liebe sie. aber es sind wenige, und nicht, dass ich mehr menschen möchte denen ich so nahe stehe wie ihnen... da stecken so viele jahre drinnen.. die besten meines lebens. aber ich bemerke... ich vermisse den sand irgendwie, den schlamm... die menschen die man anrufen kann und wo immer zumindest einer zit hat. mit denen man spass haben kann. die einem irgendwie nahe stehen, die einem doch ein wenig kennen, mit denen man doch schon auch reden kann.... weder flüchtige bekannte noch bester freund.. eben freunde, gesellschaft, unterhaltung, halt... aber die hab ich mit liebe zum detail hinterm rücken zum teufel gejagt... sozusagen.


dass ich noch dazu keinen partner habe spielt da wohl auch eine rolle... ist aber doch eine ganz eigene geschichte über die ich mir ein anderes mal bestimmt mal wieder gedanken machen werde.
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  ... du haettest den schokokuchen gekauft...
MDMA - 22. Aug, 00:25

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